Renaturierung der Emscher

08.10.2018

Die Emschergenossenschaft nimmt Teilabschnitt des „Abwasserkanals Emscher (AKE)“ am Montag, 24. September 2018 in Betrieb


Das Abwasser von ca. 2,6 Mio. Einwohnern im Ruhrgebiet wird derzeit noch oberirdisch durch die Emscher in den Rhein geleitet. Lange war die Emscher stinkendes Abwasser im offenen Gerinne - doch nun wird die Emscher, auch bekannt als „Köttelbecke“, nach und nach von Fäkalien und Abwässern befreit und wieder zu einem richtigen Fluss umgebaut.

Am Montag, 24. September 2018, wurde ein über 30 km langer Teilabschnitt des insgesamt 51 km langen „Abwasserkanals Emscher (AKE)“ zwischen Dortmund und Bottrop durch die Emschergenossenschaft erstmals in Betrieb genommen. Mit einem Gefälle von 1,5 ‰ verläuft der AKE von Dortmund-Deusen bis zum Pumpwerk Bottrop in einer Tiefe von bis zu 40 m. Drei Pumpwerke heben das Abwasser des gesamten AKE wieder empor, da der anschließende Kanal ohne diese in ca. 80 m Tiefe ankäme. Bis spätestens 2021 sollen die Abwässer unterirdisch durch den Abwasserkanal Emscher zum Klärwerk Emschermündung (KLEM) fließen.

Die Renaturierung der Emscher und ihrer 35 Nebenläufe hat 1992 begonnen. Laut Aussage der Emschergenossenschaft soll der Fluss bis 2027 ökologisch umgestaltet sein.

Die Gesamtkosten des Umbaus liegen bei ca. 5,5 Milliarden Euro.

Die Weber-Ingenieure sind bei diesem Generationenprojekt „Emscher-Umbau“ - welches weltweit einzigartig ist - in einer Arbeitsgemeinschaft an Planungsleistungen, der Tragwerksplanung der Schachtbauwerke und der örtlichen Bauüberwachung beteiligt.



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