Sanierung der Außenmauern an der Festung Hohenasperg – 5. Bauabschnitt

08.05.2019

Weber-Ingenieure GmbH für sämtliche Planungs- und Bauüberwachungsleistungen beauftragt.


Das Amt Vermögen und Bau Ludwigsburg betreut zahlreiche kulturhistorisch bedeutsame Baudenkmäler in Baden-Württemberg und ist für deren Substanzerhalt zuständig. Eines dieser Denkmäler ist die Festung Hohenasperg, die u.a. als Museum bis heute genutzt wird. Seit 2004 werden an dieser Anlage die äußeren Umfassungsmauern abschnittsweise saniert.

Bei den zu sanierenden Flächen handelt es sich größtenteils um die inneren und äußeren Wallgrabenmauern, die ringförmig angeordnet und komplett erhalten sind. Die Mauern sind teilweise bis in Höhen von 15 m rückwärtig mit Erddruck belastet. Neben Verwitterungsschäden am verwendeten Sandstein, Zerstörung von Mauerwerk durch kräftigen Bewuchs und frühere Sanierungsmaßnahmen mit teilweise ungeeigneten Materialien ist bei einigen Wandabschnitten auch die innere Standsicherheit gefährdet. Dies zeigt sich u. a. in Form von Ausbauchungen und Schiefstellungen an den Mauern.

Der Hohenasperg ist aufgrund der großen Artenvielfalt an heimischer Flora und Fauna als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Daraus ergibt sich eine Besonderheit der gesamten Baumaßnahme, die ökologische Baubegleitung, die mit naturschutzfachlichen Vorgaben für alle am Bau Beteiligten den Schutz der ansässigen Tiere und Pflanzen sicherstellt.

Derzeit erfolgt die Umsetzung des 5. Bauabschnittes über einen Zeitraum von zwei Jahren. In 2018 wurden Mauerabschnitte an der Festungssüdseite bearbeitet. Die Sanierung erfolgte vollumfänglich mit dem Entfernen des Bewuchses, dem Beräumen der Fugen, dem Ersatz losen bzw. zerstörten Mauerwerkes, der Neuverfugung mit geeignetem Mörtel und der Injektion des gesamten Mauerkörpers. An einem Mauerabschnitt wurden zur statischen Ertüchtigung des Mauerwerkes zusätzlich Bodennägel eingebaut. Zeitgleich wurden aus Sicht des Naturschutzes umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der dort ansässigen Tiere (Turmfalken, Eidechsen und Wildbienen) umgesetzt. In 2019 werden weitere Mauerabschnitte an der nordöstlichen Festungsseite saniert. Besonderheiten in diesem Bereich sind Mauern bis 15 m Höhe und der Schutz der dort lebenden Mauersegler.

Der 5. Bauabschnitt mit ca. 3.200 m² saniertem Mauerwerk soll in diesem Jahr abgeschlossen werden, und die geplanten Baukosten belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Euro brutto.



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